AI-Act für Solo-Selbstständige · Stufe 3 & 6
KI-Nutzung dokumentieren
Was „eigene KI-Nutzung erfassen" und „Umsetzung dokumentieren" — Stufe 3 und 6 der AI-Act-Komplementärkette — konkret bedeuten, unabhängig davon, mit welchem Werkzeug sie am Ende umgesetzt werden.
Kurzantwort
Stufe 3 und Stufe 6 der AI-Act-Komplementärkette gehören zusammen, auch wenn sie im Modell getrennt aufgeführt sind. Eigene KI-Nutzung erfassen heißt, systematisch festzuhalten, welche KI-Tools in welchem Kontext mit welchen Daten eingesetzt werden. Umsetzung dokumentieren heißt, die daraus abgeleiteten Entscheidungen und Maßnahmen nachvollziehbar festzuhalten. Beide Stufen scheitern in der Praxis am selben Problem: Eine einmalige Erfassung veraltet, sobald sich ein Tool oder ein Use Case ändert, und eine Dokumentation ohne laufende Pflege verliert schnell den Bezug zur tatsächlichen Nutzung. Diese Seite erklärt, was beide Stufen konkret umfassen — unabhängig davon, mit welchem Werkzeug sie am Ende umgesetzt werden.
Zwei Stufen, ein Problem
Ohne Stufe 3 fehlt Stufe 6 die Grundlage. Ohne Stufe 6 bleibt Stufe 3 eine folgenlose Momentaufnahme. Beide sind erst zusammen ein vollständiger Arbeitsschritt.
Eigene KI-Nutzung erfassen
Jedes eingesetzte KI-Tool, jeder Anwendungsfall und die damit verbundenen Daten strukturiert festhalten — als Ausgangspunkt, nicht als einmalige Bestandsaufnahme.
Umsetzung dokumentieren
Die daraus resultierenden Entscheidungen, Kennzeichnungen und Maßnahmen ebenso nachvollziehbar festhalten — auch dann noch, wenn sich etwas ändert.
Stufe 3 im Detail: was „erfassen" in der Praxis braucht
Vier Bausteine, die zusammen eine vollständige Erfassung ausmachen:
Diese vier Bausteine einzeln in Tabellen oder Formularen zu führen ist möglich — sie aber dauerhaft synchron zu halten, ist die eigentliche Arbeit, die selten in einer Vorlage mitgedacht ist. Genau hier setzt BEN mit Tool-Register, Use-Case-Erfassung, Risiko-Ampel und Rollen- & Transparenz-Check an.
Stufe 6 im Detail: was „dokumentieren" in der Praxis braucht
Vier weitere Bausteine, aufbauend auf Stufe 3:
Genau hier setzt BEN mit Maßnahmenstatus, Workspace Summary, der daraus erzeugten KI-Nutzungsrichtlinie sowie Export und Backup an — als Ergebnis des Arbeitsstands aus Stufe 3, nicht als davon losgelöstes Enddokument.
BEN ist in dieser Kette nicht primär Kurs, Selbstcheck oder Rechtsberatung, sondern die lokale Arbeits- und Dokumentationsebene dazwischen.
Häufige Fragen
Muss ich Stufe 3 abschließen, bevor ich mit Stufe 6 beginne?
Nein. In der Praxis laufen beide parallel — jede neue Erfassung in Stufe 3 kann direkt in Stufe 6 Maßnahmen auslösen.
Reicht eine Excel-Tabelle für Stufe 3?
Technisch ja. In der Praxis fehlt einer Tabelle meist die Verbindung zwischen Tool, Use Case, Risiko und Maßnahme — die muss dann manuell nachgehalten werden.
Was gehört in eine KI-Nutzungsrichtlinie?
Das Ergebnis von Stufe 6: die erfassten Tools und Use Cases, die dazugehörige Risikoeinordnung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen, in nachvollziehbarer, lesbarer Form.
Wie oft sollte ich Stufe 3 aktualisieren?
Bei jedem neuen Tool oder Anwendungsfall — nicht erst bei der nächsten Jahresübersicht.
Ersetzt das Erfassen automatisch die Offenlegungspflicht aus Artikel 50?
Nein. Erfassen und Dokumentieren sind die Grundlage dafür, die eigene Offenlegungspflicht überhaupt einordnen zu können — welche konkret gilt, klärt Teil 1 dieser Serie.
BEN · AI-Act Readiness KIT
Stufe 3 und 6 in einem Workspace
BEN führt Tool-Register, Use-Case-Erfassung, Risiko-Ampel und Rollen- & Transparenz-Check aus Stufe 3 mit Maßnahmenstatus, Workspace Summary und KI-Nutzungsrichtlinie aus Stufe 6 in einem einzigen, fortlaufend pflegbaren Arbeitsstand zusammen — lokal im Browser, jederzeit exportierbar.
BEN ansehen →BEN ist ein Dokumentations- und Orientierungstool. Es ersetzt keine individuelle Rechtsberatung und garantiert keine AI-Act-Konformität.
Stand und Einordnung
Dieser Artikel wurde am veröffentlicht und zuletzt am aktualisiert. Er deckt Stufe 3 und 6 der Serie „AI-Act für Solo-Selbstständige" auf AI-Espresso ab und bietet keine Rechtsberatung.